Smart Meter: SWKiel Netz GmbH warnt vor erneuten irreführenden Schreiben
Die SWKiel Netz GmbH, Netzgesellschaft der Stadtwerke Kiel AG, erhält derzeit vermehrt Hinweise auf erneute irreführende Schreiben externer Anbieter, die für den kurzfristigen Einbau sogenannter intelligenter Messsysteme (Smart Meter) werben. Diese Schreiben erwecken teilweise den Eindruck, ein schneller Einbau sei verpflichtend oder führe automatisch zu finanziellen Vorteilen. Der Kieler Netzbetreiber hatte bereits im August vor entsprechenden Schreiben gewarnt. Nun erhalten Kundinnen und Kunden ein zusätzliches irreführendes Erinnerungsschreiben.Die SWKiel Netz GmbH stellt hierzu klar: Für Kundinnen und Kunden besteht derzeit keine Verpflichtung, aufgrund solcher Schreiben einen Vertrag abzuschließen oder einen Einbau vornehmen zu lassen. Der Einbau intelligenter Messsysteme erfolgt gesetzlich geregelt und schrittweise durch den grundzuständigen Messstellenbetreiber – in Kiel und der Region ist dies die Netzgesellschaft der Stadtwerke Kiel AG, die SWKiel Netz GmbH.
Sönke Schuster, Sprecher SWKiel Netz GmbH, erklärt: „Die aktuell kursierenden Schreiben stammen nicht von der SWKiel Netz GmbH, sondern von wettbewerblichen Messstellenbetreibern. Diese bieten ihre Leistungen am freien Markt an. Die Darstellung in den Briefen ist jedoch teilweise missverständlich und führt hierdurch zu Verunsicherung bei vielen Kundinnen und Kunden.“
Rollout erfolgt planmäßig durch SWKiel Netz
Der Einbau moderner Messeinrichtungen und intelligenter Messsysteme erfolgt nach gesetzlichen Vorgaben im Rahmen eines festgelegten Rolloutplans. Kundinnen und Kunden werden rechtzeitig informiert, wenn ein Austausch ihrer Messeinrichtung ansteht. Ein eigenständiges Handeln ist hierfür nicht erforderlich.
Empfehlung an Kundinnen und Kunden
„Unser Rat ist klar: Prüfen Sie entsprechende Schreiben sorgfältig, unterschreiben Sie nichts unter Zeitdruck und lassen Sie sich im Zweifel unabhängig beraten. Als regionaler Ansprechpartner steht die SWKiel Netz GmbH ihren Kundinnen und Kunden jederzeit zur Verfügung“, so Schuster abschließend.
Bis spätestens 2032 werden schrittweise alle analogen Stromzähler durch digitale Zähler ersetzt. Intelligente Messsysteme, die zusätzlich über eine Kommunikationseinheit verfügen, sind nur für bestimmte Anwendungsfälle vorgesehen, etwa bei höherem Stromverbrauch oder beim Betrieb von Anlagen wie Photovoltaik, Wärmepumpen oder Wallboxen.
Vorsicht bei Kosten- und Einsparversprechen
Die SWKiel Netz GmbH weist zudem darauf hin, dass ein intelligentes Messsystem nicht automatisch zu Kosteneinsparungen führt. Etwaige Vorteile hängen immer vom individuellen Nutzungsfall und den jeweiligen tariflichen Rahmenbedingungen ab. Darüber hinaus sind Angebote externer Anbieter häufig mit einem separaten Vertrag und laufenden Entgelten verbunden. Ein vermeintlich kostenloser Einbau bedeutet daher nicht zwangsläufig einen kostenfreien Betrieb.